Ein großes, steinernes „H“, an den Ecken mit vier Rundtürmen abgeschlossen, inmitten von Wasser, umgeben von Wäldern und einer ausgedehnten Teichlandschaft so ließe sich das Wasserschloss Moritzburg beschreiben. Die Gegend um Moritzburg war auch schon unter Kurfürst Moritz im 16. Jahrhundert vor allem eines Jagdrevier. Und das zum Schloss erweiterte Jagdhaus diente den Fürsten und Königen seitdem zum „bescheidenen“ Quartier nach und vor der Jagd Moritzburg ist damit vor allem ein Jagdschloss. Bis heute haben sich im Inneren Zeugnisse dieser fürstlichen Leidenschaft erhalten. Davon berichten Geweihe und geschossenes Wild genauso wie die mit Jagdszenen bemalten, barocken Ledertapeten.
Die Symmetrie des Schlosses in barocker Bauform trägt die Handschrift des berühmten Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann, Erbauer des Dresdner Zwingers, und des Franzosen Zacharias Longuelune. Als Hofarchitekt August des Starken schuf Pöppelmann ein weniger verziertes, weniger plastisch hervortretendes und mehr auf die Grundformen reduziertes Bauwerk. Die matt wirkenden Farben Ocker und Weiß sind typisch für den sächsischen Barock, und bei richtigem Lichteinfall spiegelt sich im Wasser des Schlossteiches das ocker-weiße Schloss.